HRAD STRAKONICE : DIE GEBÄUDE DER EHEMALIGEN HERRSCHAFTLICHEN BRAUEREI

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GPS: 49°15'29.579"N, 13°54'4.320"E


Expozice muzea byly
slavnostnì otevøeny
1. 4. 2022.

 

 

Die Gebäude der ehemaligen herrschaftlichen Brauerei

Das Objekt befindet sich im Nordflügel der Burg, gegenüber der Kirche des Hl. Prokop, zwischen der Grundschule, dem Dechanei-Gebäude und dem Museum. Es ist untrennbar mit der Strakonitzer Burg verbunden. Die Gebäude in diesem Teil der Burg erfuhren vielerlei Veränderungen, da sie den Bedürfnissen eines Großgutshofes entsprechen mussten. Erwähnenswert ist die Umgestaltung der ehemaligen Brauerei. Dazu gibt es nur sehr wenige erhaltene Berichte und Daten.

Die neue innenpolitische und wirtschaftliche Situation des 16. Jahrhunderts brachte für die Burg einen sich stetig erweiternden Brauereibetrieb mit, der nach und nach einen ganzen Burgflügel für sich in Anspruch nahm. Erstmals wird die Strakonitzer Brauerei 1578 im Testament des Großpriors des Malteserordens, Václav Zajíc von Házmburk (Hasenburg), erwähnt. Das erste Inventarverzeichnis stammt aus dem Jahr 1591 und wurde unter Großprior Matouš Dìpold Popel von Lobkovicz ausgefertigt. Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges wurde die Strakonitzer Brauerei zuerst von Arnošt von Mansfelds Ständetruppen und später von kaiserlichen Truppen unter dem Befehl des Grafen von Buquoy geplündert. In den Jahren 1717–1718, als der barocke Teil angebaut wurde, wird im Wirtschaftsinventar ein Wohntrakt im Stock über der Brauerei erwähnt. Angaben über eine Wohnung für den Braumeister gibt es auch in Verzeichnissen aus den darauffolgenden Jahren. Dieser Teil der Burg befand sich bis 1925 im Besitz des Malteser Ritterordens und ging dann in private Hand über. 1932 wurde ein Teil des Gebäudes von einer Feuersbrunst erfasst. Während des II. Weltkrieges wurde ein Teil des Objekts auf Drängen der örtlichen NSDAP-Organisation zu Büroräumen und einer Herberge umgebaut. Viele Strakonitzer können sich sicher auch noch an die einst hier untergebrachten Wohnungen und Räume für die Volks-Kunstschule erinnern.

Das Gebäude besteht aus vier Etagen. Im Erdgeschoss befindet sich ein der Öffentlichkeit bereits gut unter dem Namen „U Kata” (Zum Henker) bekannter Multifunktionssaal. Dieser Bereich ist sowohl vom I. Burghof aus (durch den Haupteingang in das Gebäude des Nordflügels) als auch behindertengerecht vom III. Burghof aus zugänglich.

In der zweiten Etage befindet sich ein Galeriesaal, der den Namen „Malteser-Saal” erhielt. Er entstand hauptsächlich zu Ausstellungszwecken, kann aber auch zu Vorträgen und Seminaren genutzt werden. Von Vorteil ist der direkte Zugang zur Terrasse, die sich über den Garagen auf dem III. Burghof befindet. Von hier aus eröffnet sich eine wunderschöne Aussicht auf die goldführende Otava, auf Podskalí sowie auf die ursprünglich im Renaissancestil erbaute Kirche der Hl. Margarete (Markéta).

Für die Fensterbänke wurden Originalziegel aus der Produktion der Mutìnicer Ziegelei mit einem eingebrannten achtspitzigen Malteserkreuz verwendet, die im Zuge der Rekonstruktion des Gebäudes entdeckt und gerettet wurden.

In der dritten Etage betritt man einen prachtvollen Rittersaal, in dem sich dem Besucher durch das Abtragen der ursprünglichen unansehnlichen Decke ein neuer Einblick in das historische Dachgebälk des Gebäudes eröffnet. Zum Saal gehören Garderoben und Räume für Mitwirkende. Der Saal kann auf vielfältige Weise genutzt werden, beginnend bei Konzerten klassischer Musik, über kleinere Theatervorstellungen bis hin zu Bildungsprogrammen für Kinder oder Fachkonferenzen.

Über dem Treppenaufgang zum Rittersaal befindet sich eine prunkvolle Bleiverglasung, eine Arbeit der akademischen Bildhauerin Michaela Absolonová, drei Elstern (auf Tschechisch Straka) mit einem Goldreif im Schnabel darstellend, von welchen höchstwahrscheinlich der Name der Stadt abgeleitet wurde.



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