HRAD STRAKONICE : II. ETAPPE DER REKONSTRUKTION (2008–2010)

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Expozice muzea byly
slavnostnì otevøeny
1. 4. 2022.

 

 

II. Etappe der Rekonstruktion (2008–2010)

Das erste in dieser Etappe realisierte Projekt trug die Bezeichnung „Revitalisierung der Strakonitzer Burg”. Es wurde vom Regionalen Operationsprogramm NUTS II Südwesten finanziell unterstützt und im Mai 2010 erfolgreich abgeschlossen. Das Hauptziel bestand, außer in der eigentlichen Rekonstruktion der einzelnen Bauobjekte, in der Erweiterung der Dienstleistungen für die Besucher. Die Gesamtkosten der Rekonstruktion betrugen 16.150.320,- CZK, die Zuschüsse beliefen sich dabei auf 11.744.142,- CZK.

Realisierte Bauobjekte:

-         Büroräume des Museums des Mittleren Otavagebietes (SO 07) – die Räume befinden sich im Nordflügel in einem Gebäudekomplex, der das Burgareal in seiner Längsachse in den II. und III. Burghof teilt. Das Gebäude war bereits in den Jahren 1939 – 1940 umgebaut worden. Gegenwärtig befinden sich hier Büro- und technische Räume des Museums des Mittleren Otavagebiets. Die ursprünglich dunklen, schlecht beheizten Räume mit unzureichenden Sanitäranlagen gewannen durch die Rekonstruktion in den Jahren 2009 – 2010 an Aussehen. Außerdem wurden die erste und die zweite Etage durch einen inneren Treppenaufgang miteinander verbunden. An einem einzigen Ort kann die Museumsbibliothek mit Fachbüchern und einem Forschungsraum besucht werden, mittels Internet können hier die einzelnen Aufbewahrungsbereiche des Museums durchgangen und die sich im Strakonitzer Museum verbergenden wertvollen Gegenstände entdeckt werden, da das Projekt auch die Anschaffung eines Informationssystems für die elektronische Zugänglichmachung der Aufbewahrungsräume des Museums sowie für die per Internet digitalisierten Sammlungen anderer Museen sowohl in Tschechien als auch im Ausland umfasst.  

-         Trauungssaal (SO 08) – Bestandteil der Rekonstruktion waren auch der Trauungssaal und die Repräsentationsräume der Stadt auf dem II. Burghof zwischen der Šmidinger-Bibliothek und den Büroräumen des Museums. Auch diese Bereiche erhielten dank Ausmalung und neuer Möbel ein ganz neues Aussehen. Dabei wurde auch gleichzeitig der Klubraum der historischen Fechtgruppe erneuert (Zugang vom III. Burghof aus).

-         Schwarze Küche (SO 09) – einer der neuen Bereiche, die sich den Besuchern eröffnen, ist auch die schwarze Küche, die bei Untersuchungen des ältesten Teils der Burg entdeckt und nun zugänglich gemacht wurde. Dieser einzigartige Bau befindet sich zwischen dem II. und III. Burghof und ist nur vom Tor aus, das beide Burghöfe verbindet, zugänglich. Das Museum des Mittleren Otavagebietes, dem die Verwaltung dieser Bereiche obliegt, ist bemüht, die Küche durch Vorführungen der historischen Kochkunst und Veranschaulichung der Kücheneinrichtung zu neuem Leben zu erwecken.

Das zweite Projekt der zweiten Etappe trug die Bezeichnung „Burg Strakonitz – Erneuerung eines staatlichen immobilen Kulturdenkmals und dessen Nutzung für die weitere Entwicklung der Region”. Es wurde vom Finanziellen Mechanismus EHP mitfinanziert. Sein Ziel bestand in der Erneuerung des Strakonitzer Burgareals als eines historischen regionalen Zentrums, das ein lebendiges Denkmal darstellt und zahlreiche Anlässe für eine weitere Entwicklung der Region bietet. Der Gesamtetat des Projekts betrug 1.870.486,- EUR, wobei sich der Zuschuss aus dem Finanziellen Mechanismus EHP auf 1.589.913,- EUR belief (85 % des Etats). Der Restbetrag wurde aus dem Etat der Stadt Strakonice zur Verfügung gestellt. Die Bauarbeiten wurden im Dezember 2008 eingeleitet und im August 2010 beendet.

Hinsichtlich der Bauarbeiten wurde dieses Projekt in zwei Baumaßnahmen aufgeteilt:

-         Instandsetzung des Daches und der Fassade des Nord- und Nordostflügels der Burg, heute der Sitz der Grundschule mit Kunstunterricht – Gegenstand der Bauarbeiten waren Arbeiten an den äußeren Bereichen der Gebäude: Neueindeckung des Daches, Instandsetzung des Dachstuhls und des Schornsteins. Gleichzeitig wurden die Außenfassade und der Balkon erneuert. Restauriert wurden das Wappen an der Stirnseite des Gebäudes und zwei steinerne Portale. Auch die Schlossuhr, deren neues Ziffernblatt – schwarz mit Goldelementen – von weitem sichtbar ist, erhielt ein neues Gesicht. Eine weitere Uhr in den gleichen Farben wurde auf der gegenüberliegenden Seite desselben Gebäudes instandgesetzt.

-         Rekonstruktion des ehemaligen Speichers und der Darre der herrschaftlichen Brauerei und deren Umwandlung in einen Mehrzwecksaal und zwei Ausstellungssäle. Das Objekt befindet sich im Nordflügel der Burg, gegenüber der Kirche des Hl. Prokop, zwischen der Grundschule und dem Dechanei- und Museumsgebäude. Das Gebäude besteht aus vier Stockwerken. Gleich im Erdgeschoss ist der Mehrzwecksaal „U Kata” (Zum Henker) zu finden. Er kann als gelegentliches Gasthaus, Ausstellungssaal oder auch Lapidarium dienen. Dieser Bereich ist sowohl vom I. Burghof als auch III. Burghof aus (behindertengerecht) zugänglich.

Interessant ist, dass für die Fensterbänke dieses Saals Originalziegel aus der Produktion der Mutìnicer Ziegelei mit einem eingebrannten achtspitzigen Malteserkreuz verwendet wurden, die im Zuge der Rekonstruktion des Gebäudes entdeckt und gerettet wurden. In der zweiten Etage befindet sich ein Galeriesaal, der den Namen „Malteser-Saal” erhielt. Er wurde als Ausstellungssaal mit der Möglichkeit der Veranstaltung von Vorträgen, Vernissagen und Seminaren entworfen. Von Vorteil ist der direkte Zugang zur Terrasse, die sich über den Garagen auf dem III. Burghof befindet. In der dritten Etage betritt man einen prachtvollen Rittersaal, in dem sich dem Besucher durch das Abtragen der ursprünglichen unansehnlichen Decke ein neuer Einblick in das historische Dachgebälk des Gebäudes eröffnet. Die Kapazität des Saals beträgt 118 Plätze, die der Galerie 22 Plätze. Der Saal kann auf vielfältige Weise genutzt werden, beginnend bei Konzerten klassischer Musik, über kleinere Theatervorstellungen bis hin zu Bildungsprogrammen für Kinder oder Fachkonferenzen.  

Im Rahmen des Projekts wurden auch diese Internetseiten erstellt, mittels derer die Burg online nicht nur für ausländische Besucher mehreren Sprachen zugänglich ist, sondern auch sehgeschädigten Personen.

Mit der Realisierung der Projekte der zweiten Etappe wurde das Vorhaben der Instandsetzung des Areals der Strakonitzer Burg abgeschlossen.

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